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Reaktion gezeigt, Spiel gewonnen

Wenige Stunden nach der Halbfinal-Niederlage gegen Dinamo Sassari haben die MHP RIESEN im Spiel um Platz drei die erhoffte Reaktion gezeigt: Ludwigsburg entschied die Partie gegen Virtus Bologna 83:79 für sich.

Kelan Martin (10 Punkte, 6 Rebounds) hatte seinen Anteil an einer geschlossenen Mannschaftsleistung, welche letztlich zum Erfolg führte. Foto: Luigi Canu.

Nach der durchwachsenen Leistung am Samstagabend musste Headcoach John Patrick vor dem Spiel um Platz drei eine weitere schlechte Nachricht verdauen: Point Guard Konstantin Klein stand nicht im Aufgebot des US-Amerikaners. Der 27-Jährige war in der Partie gegen Sassari unglücklich auf die Hand gefallen – und musste mit einbandagiertem Arm auf der Bank platz nehmen. Die Schwere der Verletzung wird erst nach der Rückkehr des Teams in der Sportklinik Stuttgart untersucht werden können.

Auch ohne Klein fanden die MHP RIESEN gut ins Spiel: Malcolm Hill erzielte dabei die ersten fünf Zähler, Bogdan Radosavljevic und Kelan Martin ließen weitere Punkte folgen, sodass sich die Schwaben etwas absetzen konnten (6:12, 5. Spielminute). Da zudem auch die Defensive stand, beorderte Bologna-Coach Stefano Sacripanti seine Schützlinge zur Ansprache an die Seitenlinie. Diese fruchtete. Bologna kam nun vermehrt zum Korberfolg – konnte den Rückstand aber kaum verkürzen (20:26, 10.).

Zum Start des zweiten Spielabschnitts dauerte es dann einige Augenblicke bis Ludwigsburg wieder Offensivakzente setzen konnte. Als der Knoten jedoch platze, klappte es gleich derart oft mit den Korberfolgen, dass Sacripanti der Kragen platze (32:38, 16.). Erneut fand er in einer Auszeit die richtigen Worte. Anders als in den ersten zehn Minuten konnte sein Team nun auch das Spielgeschehen eng gestalten. Für einen Führungswechsel reichte das Gezeigte aber (noch) nicht (40:46, 20.).

Knappes Spiel, knapper Sieg

Nach dem Seitenwechsel setzten beide Teams den Schlagabtausch auf Augenhöhe nahtlos fort. Während Bologna sich immer wieder am Start einer Aufholjagd versuchte, gelang es auch den MHP RIESEN Akzente zu setzen. Wirklich absetzen konnte sich Ludwigsburg aber nicht (54:58, 27.). Das ohnehin enge Spiel wurde dann zum Ende des dritten Spielabschnitts noch einmal enger. Die Italiener verkürzten bis auf einen Punkt Differenz, Jeff Ledbetter fand mit einem Buzzerbeater jedoch auch darauf eine Antwort (62:65, 30.).

Mit Beginn des vierten Viertels war dann auf einen Schlag Bologna das bestimmende Team. Die nominellen Hausherren kamen zu gleich drei konsekutiven Korberfolgen und zwangen Patrick zur Auszeit (70:65, 32.). Nach der Justierung der in Schräglage geratenen Defensive gelang seiner Mannschaft der antizipierte Defensiv-Stop. Ludwigsburg war nun wieder drin im Spiel, die Führung bleib vorerst aber auf Seiten der Italiener. Dies änderte sich erst in der 37. Spielminute: Kelan Martin versenkte zwei Freiwürfe und sorgte für den Turnaround (72:73). Und als Jordon Crawford in der 39. Spielminute aus der 6,75-Meter-Distanz einnetzte, bog Ludwigsburg auf die Siegerstraße ein. Der Try-Out-Spieler scorte jedoch nicht nur, sondern übernahm generell viel Verantwortung. Erst zog er das Offensivfoul gegen Brian Qvale, dann setzte er Owen Klassen einmal mehr mustergültig in Szene. Dieser flog sehenswert zum Dunking ein, seine Punkte entschieden das Spiel aber nicht. Der Ausgang der Partie wurde vielmehr an der Freiwurflinie besiegelt. Dort behielten die MHP RIESEN weitestgehend ihre Nerven, entschieden die Partie für sich und sicherten sich damit den dritten Platz.

Statistik: Bologna vs. Ludwigsburg 79:83

Für Bologna spielten: Kevin Punter 20, Amath M´Baye 19, Alessandro Pajola 7, Dejan Kravic 7, Alessandro Cappelletti 7, Kelvin Martin 6, David Cournooh 5, Filippo Baldi Rossi 4 und Brian Qvale 4.

Für Ludwigsburg spielten: Jeff Ledbetter 20 Punkte, Malcolm Hill 16/7 Rebounds, Jordon Crawford 16/6 Assists, Owen Klassen 14/6 Rebounds, Kelan Martin 10/6 Rebounds, Bogdan Radosavljevic 4, Lamont Jones 3, David McCray, Thomas Wilder und Christian von Fintel.

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