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Ludwigsburg zeigt in Bonn seine schlechteste Saisonleistung

Im ersten Auswärtsspiel des neuen Kalenderjahres haben die MHP RIESEN Ludwigsburg eine schmerzhafte 24-Punkte-Packung kassiert. Die Schwaben verloren das Big-Point-Game bei den Telekom Baskets Bonn 62:86.

 

Im ersten Auswärtsspiel des neuen Jahres kamen die MHP RIESEN gut ins Spiel: Wie zuletzt zeigtem sich vor allem Owen Klassen und Adam Waleskowski von Beginn an treffsicher – und legten einen 7:2-Start aufs Parkett (2:7, 3. Spielminute). Da jedoch Lamont Jones früh mit zwei persönlichen Fouls auf der Bank Platz nehmen musste und die Bonner Hausherren ihren Rhythmus fanden, ebbte die gute Laune der schwäbischen Gäste zunehmend ab. Denn auch im Anschluss an eine Auszeit von Headcoach John Patrick machte Ludwigsburg zu viele Fehler, weshalb die Telekom Baskets das Heft des Handelns auf dem Silbertablett serviert bekamen. Sie nahmen es dankend an (23:12, 10.).

Erst zum Start der zweiten zehn Minuten fand der Tabellenachte wieder einen Zugriff und durch Korberfolge von Jordon Crawford und Lamont Jones das etwas verloren gegangene Selbstvertrauen. Doch Bonn war an beiden Enden des Parketts nun die klar bessere Mannschaft, scorte in nahezu jedem Angriff und zog bis auf 17 Zähler davon (39:22, 15.). Ludwigsburg konnte in dieser Phase nur mit Einzelaktionen dagegenhalten und musste froh sein, dass der Rückstand nicht noch weiter anwuchs. Zur Halbzeit lagen die Gäste deutlich im Hintertreffen – und mussten sich ob ihrer defensiv-fahrlässigen Spielweise von Patrick eine intensive Ansprache in der Kabine anhören (47:32, 20.).

Keine Besserung in der zweiten Halbzeit

Mit deutlich erkennbarem Engagement das Blatt doch noch zu wenden, kamen die Gäste dann nach 15 Minuten zurück aus den Katakomben des Telekom Dome. Patricks Schützlinge bekamen jedoch das Bonner Selbstvertrauen deutlich demonstriert: Während Klassen und Co. vergeblich ackerten und einiges vermissen ließen, kamen Martin Breunig und seine Mitstreiter zu weiteren leichten Korberfolgen – und zerlegten die Defensive der MHP RIESEN in ihre Einzelteile. Die Gäste brachten mit ihren Spielanteilen zu selten das vorhandene Potenzial aufs Parkett und waren bereits zum Ende des dritten Viertels chancenlos im Hintertreffen (76:48, 30.).

Ob des sich abzeichnenden Spielausgangs rotierte Patrick im Schlussabschnitt weiter durch. Von Erfolg gekrönt war an diesem gebrauchten Nachmittag jedoch auch dieses Unterfangen nicht. Klassen (16 Punkte), Jones (11) und Kelan Martin (13) führten die Ludwigsburger zwar im Scoring an, dies hatte jedoch nur noch ergebniskosmetische Folgen. Letztlich verloren die Schwaben, nachdem sie ihre schlechteste Saisonleistung gezeigt hatten, auch in dieser Höhe verdientermaßen, 62:86 – und traten mit hängen Köpfen die Heimfahrt an.  

Statements und Stats

John Patrick: „Ich möchte Coach Krunic und der Bonner Mannschaft gratulieren. Das war heute ein deutlicher Sieg. Ich bin sehr enttäuscht, wie wir uns präsentiert haben. Wir haben relativ gut angefangen. Gegen eine solide und gut vorbereitete Mannschaft haben wir dann aber viel zu viele einfacher Körbe zugelassen und waren nicht konzentriert genug, um hier im Telekom Dome eine Chance auf den Sieg zu haben. Hoffentlich können wir aus dieser Niederlage lernen – aber heute gab es viel zu viele Baustellen.“

Predrag Krunic: „Danke, Coach. Unsere Jungs haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir haben heute mit einer guten Verteidigung und dem nötigen Fokus gespielt und auch als Team gut agiert. In der Offensive haben wir zahlreiche gute Entscheidungen getroffen und durch unsere Intensität das Spiel in einer tollen Atmosphäre gewonnen. Hierfür bedanke ich mich bei allen Fans, die heute da waren. Jetzt geht´s weiter.“

Für Bonn spielten: Martin Breunig 15 Punkte/11 Rebounds, T.J. DiLeo 14, Josh Mayo 11, Ra´Shad James 11, Bojan Subotic 10, Yorman Polas Bartolo 10, Stefan Bircevic 8, Olivier Hanlan 7 und James Webb III.

Für Ludwigsburg spielten: Owen Klassen 16 Punkte/8 Rebounds, Kelan Martin 13, Lamont Jones 11, Clint Chapman 9, Jordon Crawford 4, Aaron Best 3, David McCray 3, Adam Waleskowski 3, Christian von Fintel und Quirin Emanga Noupoue.

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