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Ludwigsburg lässt den nächsten Sieg liegen

Bei den MHP RIESEN Ludwigsburg ist aktuell der Wurm drin! Die Schwaben verloren auch am Samstagabend das Duell gegen s.Oliver Würzburg (75:80) und müssen damit weiter auf den dritten Erfolg warten.

Bereits im Vorfeld der Partie und ab der ersten Spielminute beweisen die Fans der MHP RIESEN Ludwigsburg, weshalb sie zu den lautesten und besten der easyCredit Basketball Bundesliga gehören: Sie pushten das Team und hatten großen Anteil am konzentrierten Beginn und der frühen 8:5-Führung (4. Spielminute). Generell spielten beide Mannschaften von Beginn an mit offenem Visier, sodass sich in der MHPArena eine ausgeglichene Partie entwickelte. Die Würzburger hatten dabei Vorteile auf den Guard-Positionen und kamen mehrfach zu einfachen Korberfolgen. Die Führung nach dem ersten Spielabschnitt war entsprechend verdient (18:23, 10.).

Auch zum Start der zweiten zehn Minuten lief das Offensiv-Spiel der fränkischen Gäste sehr flüssig. Ludwigsburg mühte sich redlich, musste jedoch deutlich härter als Würzburg für seine Punkte arbeiten. Die Schützlinge von Denis Wucherer stabilisierten ihre Führung und zwangen Headcoach John Patrick zu seiner ersten Auszeit (21:29, 13.). In den folgenden Minuten gelang es Ludwigsburg dann aber, sich wieder zurück ins Spiel zu fighten. Unter anderem Malcolm Hill sorgte hierbei für Entzücken. Der 23-Jährige knüpfte an das unter der Woche Gezeigte (Dienstag: 31 Punkte, heute: 22 Punkte) an – und sorgte damit nahezu im Alleingang für den Führungswechsel. Gänzlich allein agierte der Forward selbstverständlich nicht: Die MHP RIESEN standen in der Defensive nun etwas besser und griffen auch beim Rebound beherzter zu (41:40, 20.).

In der Schlussphase fehlen erneut die Nerven

Wie schon im ersten Spielabschnitt waren die Barockstädter auch nach dem Seitenwechsel das etwas wachere Team. Die MHP RIESEN blieben vorerst in Front und ließen sich auch von einem kleinen Würzburger Dreier-Regen nicht aus dem Takt bringen. Erst als Ex-RIESE Florian Koch aus de 6,75-Meter-Distanz einnetzte, geriet Ludwigsburg unter Zugzwang (52:56, 26.) Obwohl der sich nun aufbauende Druck keinesfalls gewaltig war, traf er die Hausherren mit Wucht: Die Schwaben agierten mehr und mehr verunsichert und trafen an beiden Enden des Parketts keine guten Entscheidungen. Dennoch waren zum Viertelende aber wieder dran (59:60, 30.).

Trotz aller Verunsicherung ließ Ludwigsburg sich auch im Schlussabschnitt keinesfalls hängen. Die Hausherren lagen weiterhin in Rückstand, mussten aber nicht vorentscheidend abreißen lassen. Das Glück des Tüchtigen hatte derweil aber zweifelsohne Würzburg. Denn während die Ludwigsburger oftmals mit dem Kopf durch die Wand wollten und sich in Einzelaktionen verhedderten, profitierten die Franken von ihrem guten Zusammenspiel. Hierdurch setzten sie sich vor der Crunchtime etwas ab und bejubeten denn am Ende den Auswärtssieg. Denn obwohl das Dach der MHPArena ob des bedingungslosen und immensen Supports wegzufliegen drohte und Ludwigsburg auf zahlreiche defensive Stops kam, machte Würzburg die entscheidenden Aktionen: Xavier Cooks blockte in der entscheidenden Phase zwei Würfe und Cameron Wells sorgte 16 Sekunden vor dem Ende mit einem Lay-Up für die Entscheidung. Der Jubel im Auswärtsblock war entsprechend grenzenlos, die Frustration beim überwiegenden Rest der Fans ebenfalls.  

Statements und Stats

Denis Wucherer: „Wir freuen uns natürlich über den Sieg. Ich glaube man hat gemerkt, dass hier zwei Mannschaften aufeinandergetroffen sind, die einen schwierigen Saisonstart hatten. Das Gezeigte war oftmals sehr holprig, bei beiden Mannschaften fehlte die Leichtigkeit ein bisschen, Nervosität und Druck kommen dazu. Dann ist es ein enges Spiel - und wir hatten mehr Glück. Am Ende generieren wir vielleicht den einen oder anderen Stop mehr. Hintenraus ist es dann irgendwie verdient. Beide Mannschaften sind auf der Suche, werden ihren Weg aber finden.“

John Patrick: „Ich möchte Denis und der Würzburger Mannschaft gratulieren – das war am Ende ein verdienter Sieg. Würzburg hat die wichtigen Würfe getroffen und hatte auch die notwendigen Hustle-Plays. Es war ein enges Spiel. Beide Mannschaften waren vielleicht ein bisschen nervös. Am Ende machen wir aber viel zu viele Turnover – ohne einen Pass gespielt zu haben. Wir wollten nur mit dem Kopf durch die Wand und müssen weiter lernen. Auch wenn die offenen Dreier nicht fallen, müssen wir uns bis zum Ende als Mannschaft präsentieren. Wir haben heute gegen eine gute Mannschaft verloren. Aber wir werden die Kurve kriegen. Irgendwann platzt der Knoten.“

Für Ludwigsburg spielten: Malcolm Hill 22 Punkte/8 Rebounds, Lamont Jones 14, Donatas Sabeckis 10, Jordon Crawford 8, Owen Klassen 7, Konstantin Klein 5, Trevor Mbakwe 4/7, Adam Waleskowski 3, Karim Jallow 2 und Christian von Fintel.

Für Würzburg spielten: Perry Ellis 20 Punkte, Jordan Hulls 16, Cameron Wells 15, Xavier Cooks 12, Florian Koch 6, Kresimir Loncar 5, Johannes Richter 3, Skyler Bowlin 3, Gabriel Olaseni und Brad Loesing.

 

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