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Erfolgserlebnis für den Kapitän: Ludwigsburg siegt bei McCrays 400. Spiel

Die MHP RIESEN Ludwigsburg haben auch das zweite Saisonspiel für sich entschieden. Die Schwaben besiegten die Eisbären Bremerhaven 75:58 und wahrten damit ihre weiße Weste.

Im Vergleich zum ersten Saisonspiel gegen Frankfurt wechselte Headcoach John Patrick seine Starting Five auf gleich drei Positionen: Jordon Crawford, Karim Jallow und Trevor Mbakwe spielten von Beginn an. Dennoch fehlte es dem Ludwigsburger Spiel an Spielfluss, sodass Patrick früh zur ersten Auszeit griff (2:6, 3. Spielminute). Diese führte zum gewünschten Ergebnis, sodass es fortan bei den MHP RIESEN besser lief. Die Hausherren drehten mit einem 11:0-Lauf die Partie und hatten das Heft des Handelns nun in der Hand. In einem zerfahrenen ersten Viertel kamen sie zwar weiterhin nicht endgültig ins Laufen, stabilisierten jedoch ihren Vorsprung (20:13, 10.).

Auch im zweiten Spielabschnitt mussten die Barockstädter hart für ihre Punkte arbeiten. Was gegen Frankfurt noch spielerisch leicht aussah, klappte selten. Als Musterbeispiel an Einsatz und Spielfreude ragte ein Mann jedoch aus dem Teamgefüge heraus: Jordon Crawford schulterte seine Mannschaft und kam mehrfach zu teils wilden Korberfolgen, welche den MHP RIESEN in einem regelrechten Schlusssprint die 38:22-Halbzeit-Führung sicherten.

Führung aus der Hand gegeben, Sieg dennoch eingefahren

Im Anschluss an den Seitenwechsel waren es dann aber wieder die Eisbären Bremerhaven, die ihrerseits die Akzente setzten. Nach einer kurzen gedanklichen Pause fingen sich die Ludwigsburger zwar wieder, anders als in der ersten Halbzeit mussten die Küstenstädter aber nicht abreißen lassen und gestalteten das Spielgeschehen eng (48:45, 28.). Bei den MHP RIESEN klappte derweil immer weniger. Die Würfe fielen zunehmend seltener durch die Reuse und auch in der Defensive musste man die Bremerhavener zu oft gewähren lassen. Während das Spielgeschehen damit auf Messers Schneide stand, übernahmen die Fans nun eine elementare Rolle. Sie pushten ihre Mannschaft lautstark.

Auch aufgrund dieses akustischen Kicks gelang es den Schwaben, sich spielerisch wieder abzusetzen. Kelan Martin und Co. kämpften sich zurück ins Spiel und verdienten sich Punkt für Punkt (58:51, 32.). Die Bremerhavener gaben sich zu diesem Zeitpunkt der Partie zwar noch nicht geschlagen, fanden aber zu wenige Antworten, um ernsthaft gefährlich zu werden. Für die MHP RIESEN kam derweil Martin zu zahlreichen guten Aktionen. Der US-amerikanische Power Forward legte – im Vergleich zum vergangenen Samstag – eine deutliche Leistungssteigerung aufs Parkett, markierte im vierten Viertel 15 Zähler und hatte entscheidenden Anteil daran, dass Ludwigsburg vorentscheiden davonziehen und den Sieg einfahren konnte.  

Aufgrund des 75:58-Erfolgs springen die Schwaben – mindestens bis zum Ende der Abendspiele – auf den ersten Tabellenplatz. Im oberen Ligadrittel werden sie aber auf alle Fälle verbleiben, denn die easyCredit BBL legt eine einwöchige Spielpause ein. Weiter geht´s für Ludwigsburg mit dem Pokal-Duell in Göttingen (Samstag, 18:00 Uhr).

Statements und Stats

Arne Woltmann: „Erstmal Glückwunsch an John und seine Mannschaft zum Sieg. Natürlich ist uns klar, dass es kein leichtes Spiel ist, wenn man nach Ludwigsburg kommt. Ludwigsburg ist generell defensiv eine sehr gute Mannschaft - und hat das heute wieder unter Beweis gestellt. Wir haben nur 58 Punkte gemacht. So wenig haben wir weder in der Vorbereitung noch bei irgendeinem anderen Spiel gemacht. 1 von 17 Dreier: das ist ein deutlicher Beleg. Allerdings gehen wir mit einem Unentschieden ins letzte Viertel - das macht mich ein bisschen stolz. Wir haben vor allem im dritten Viertel gezeigt, was wir machen können. Der Kampf war da, der Biss war da. Wenn man dann den Schlussabschnitt 7:27 beendet, verliert man hier halt das Spiel.“

John Patrick: „Vielen Dank für die Glückwünsche. Bremerhaven war heute gut vorbereitet und hat niemals aufgesteckt. Zehn Minuten vor dem Ende war das Spiel ausgeglichen. Wir waren ein bisschen unkonstant. Heute war das zweite Spiel hintereinander, in dem wir im dritten Viertel 30 Punkte erlaubt haben. Das ist nicht positiv. Positiv ist dagegen, dass ein paar Spieler, die im ersten Spiel nicht gut waren, heute sehr effektiv gespielt haben. Kelan Martin war besonders im vierten Viertel da, Aaron Best hat uns Akzente gegeben, Malcolm Hill war auch viel besser. Es ist gut zu sehen. Aber es ist ein Prozess. Neue Spieler und Spieler, welche die Liga nicht kennen, können performen.“

Für Ludwigsburg spielten: Kelan Martin 20 Punkte, Adam Waleskowski 13, Jordon Crawford 12, Malcolm Hill 8, Aaron Best 7, Karim Jallow 7, Trevor Mbakwe 4, Thomas Wilder 4, David McCray, Christian von Fintel und Bogdan Radosavljevic.

Für Bremerhaven spielten: Chris Warren 15 Punkte, Fabian Bleck 12, Darnell Jackson 9, Keith Benson 6, Adrian Breitlauch 6, Elston Turner 4, Jan Wimberg 4, Kris Jenkins 2, Anthony Canty und Manuel Bojang.

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