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BCL: Das Gruppenphasen-Aus ist besiegelt

Die MHP RIESEN Ludwigsburg werden das Achtelfinale der Basketball Champions League verpassen. Die Schwaben verloren am Abend 81:99 gegen Ventspils – und haben damit keine Chance mehr auf einen Platz unter den ersten Vier.   

 

Gegen den lettischen Meister erwischten die MHP RIESEN einen kurzfristig guten Start: Mit einer soliden Defensiv-Leistung machten sie den Gästen zum Beginn das Leben schwer und kamen gleichzeitig durchaus gut in Spiel (5:2, 3. Spielminute). Diese Momentaufnahme blieb jedoch nur von kurzer Dauer. Während Ventspils aufdrehte, musste Ludwigsburg eine kleine Durststrecke hinnehmen. Erst zum Ende des ersten Spielabschnitts konnte diese erfolgreich beendet werden, weshalb die Hausherren mit dem knappen Rückstand noch zufrieden sein mussten (17:23, 10.).

Zum Start des zweiten Spielabschnitts kamen John Patricks Mannen dann zwar heran, doch in der Defensive bekleckerten sie sich keinesfalls mit Ruhm. Mehrfach kamen die Letten zum unbedrängten Korberfolg. Ludwigsburg kämpfte sich zwar immer wieder heran und zwang Gästecoach Roberts Štelmahers zur Auszeit (26:27, 15.), die Ansprache des 44-Jährigen fand jedoch das gewünschte Ziel. Die MHP RIESEN verloren den kurzzeitig wiedergefundenen Rhythmus und mussten bis zum Seitenwechsel weiter abreißen lassen. Gleichwohl wähnten sie sich in einer niveauarmen Partie aber in Schlagdistanz (33:38, 20.).

Ventspils Distanzwürfe und Rebound sind zu viel

Auch nach dem Gang in die Kabine wurde die Leidensfähigkeit der schwäbischen Fans aber auf die Probe gestellt: Beide Kontrahenten machten viele Fehler und konnten nur durch Einzelaktionen für Wohlwollen sorgen. Während dies auf Ludwigsburger Seite vor allem Center Owen Klassen gelang, beeindruckte im blauen Dress Jonathan Arledge. Der US-Amerikaner scorte mehrfach aus schweren Wurfsituationen und führte seine Mannschaft unter den Körben und aus der Distanz an. Durch die beidseitig guten Aktionen erlangte die Partie die dringend vermisste Spannung zurück, welche in Halbzeit eins nur selten aufgekommen war. Zum Leidwesen der Hausherren konnte Ventspils aber durch viele Rebounds und zahlreiche Distanztreffer seine Führung weiter ausbauen (56:65, 30.).

Obwohl die Messe noch nicht gelesen war, bedurfte es im vierten Viertel auf Seiten der Ludwigsburger einer Leistungssteigerung, um das Spiel zu wenden. Die MHP RIESEN starteten gut in ebenjenen Abschnitt, kamen aufgrund der hohen lettischen Trefferquote von jenseits der 6,75-Meter-Linie aber nur langsam heran (68:71, 33.). Die Hausherren verkürzten bis auf drei Punkte – und verloren die Partie dennoch deutlich. Denn durch das fünfte Foul von Marcos Knight, der sich darüber so sehr aufregte, dass er noch ein technisches Foul hinterher kassierte, musste Ludwigsburg vorentscheidend abreißen lassen und alle Hoffnungen auf den Sieg begraben. Ventspils riss das Heft des Handelns spielerisch auf seine Seite, dominierte die Schlussphase und nutzte jede sich bietende Gelegenheit um die frustriert und unkonzentriert agierenden Hausherren endgültig abzuhängen.

Die MHP RIESEN kassieren durch die 81:99-Pleite die neunte Niederlage im zwölften Spiel und beerdigten hierdurch alle noch minimal keimenden Hoffnungen auf das Weiterkommen auf internationaler Ebene.

Statements und Stats

Roberts Štelmahers:„Ich bin sehr stolz, dass wir heute hier gewonnen haben. Ludwigsburg ist ein sehr gut gecoachtes und sehr physisches Team. Auch heute waren sie lange in Schlagdistanz. Doch wir haben den Rebound kontrolliert und über 40 Minuten konzentriert agiert. Wir haben eine Saison mit vielen Hochs und Tiefs – heute sind wir glücklich, dass wir in einem sehr wichtigen Spiel den Sieg eingefahren haben.  

John Patrick: „Glückwunsch an Ventspils. Sie haben den Rebound kontrolliert und das Spiel verdient gewonnen. Wir waren dennoch dran, verkürzen bis auf drei Punkte – und kassieren dann das fünfte Foul von Marcos Knight. Das ist bitter. Denn in der Folge waren wir vollkommen frustriert und das Spiel gelaufen. Marcos und die türkische Schiedsrichterin haben eine Vorgeschichte von einer Partie in der Türkei. Auch heute waren da einige Entscheidungen von ihr dabei, die meiner Meinung nach sehr zweifelhaft waren. Aber das ist nicht das Entscheidende. Einige Leistungsträger waren heute nicht bereit für dieses Spiel. Das ist nicht in Ordnung.“

Für Ludwigsburg spielten: Kelan Martin 20 Punkte, Marcos Knight 18, Owen Klassen 17/9 Rebounds, Jordon Crawford 13, David McCray 6, Aaron Best 4, Donatas Sabeckis 3, Christian von Fintel, Adam Waleskowski, Quirin Emanga Noupue und Ariel Hukporti.

Für Ventspils spielten: Ingus Jakovics 21 Punkte, Rihards Lomazs 19, Jonathan Arledge 17, Marius Gulbis 14, Aaron Johnson 11, Ousmane Drame 8, Anthony Beane 5, Janis Berzins 4, Ronalds Zakis und Kristaps Kilps.

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