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Aufopferungsvoller Kampf wird nicht belohnt

Trotz einer starken Leistung haben die MHP RIESEN Ludwigsburg das Auswärtsspiel bei ALBA BERLIN 80:86 verloren. Die Schwaben zeigten sich zwar deutlich verbessert, mussten aber dennoch die siebte Niederlage in Folge hinnehmen.   

Mit Geburtstagskind Malcolm Hill (23) in der Starting Five, dafür aber ohne Aaron Best – er setzte für den wiedergenesenen Trevor Mbakwe aus – gelang den MHP RIESEN ein sehr guter Start. Die Schwaben kamen in der Offensive zu diversen Korberfolgen und konnten das Fastbreak-Spiel der Hauptstädter weitestgehend unterbinden (9:7, 4. Spielminute). Ludwigsburg traf seine (Distanz-)Würfe und setzte die Berliner defensiv erfolgreich unter Druck. Da zudem das komplette Team performte und alle 12 Spieler zum Einsatz kamen, war die deutliche Führung – basierend auf einer 83-prozentigen (5/6) Dreierquote – vollkommen verdient (18:31, 10.).

Auch zum Beginn der zweiten zehn Minuten blieben die Gäste am Drücker und verhinderten damit, dass die Hausherren ihren Rhythmus fanden. Die Führung schmolz dennoch etwas dahin, da die MHP RIESEN in der Offensive kaum noch zur Geltung kamen. Erst im Anschluss an eine Auszeit von Headcoach John Patrick nahmen Lamont Jones und Karim Jallow den Korb wieder erfolgreich ins Visier – und erarbeiten sich Punkte. Ganz generell zeigten die Ludwigsburger in der kompletten ersten Hälfte eine engagierte und kämpferisch exzellente Leistung. Sie konnten allerdings nicht verhindern, dass Berlin zunehmend die Spielkontrolle übernahm und kurz vor dem Seitenwechsel den Ausgleich erzielte (43:43, 20.).    

Berlin übernimmt die Führung

Im Anschluss an die 15-minütige Halbzeitpause kam dann keine der beiden Mannschaften so richtig aus den Startlöchern. Während bei Ludwigsburg der Ballvortrag zu oft in einem Turnover endete, haderte Berlin mit der Foulverteilung und der Rippen-Verletzung von Point Guard Peyton Siva – lag nun aber in Front (50:48, 24.). Doch angeführt von Konstantin Klein, dem das Adrenalin in seiner Heimatstadt regelrecht in den Adern brannte, blieben die Gäste im Spiel und lieferten den „Albatrossen“ einen Kampf auf Augenhöhe. Berlin lag dabei zwar in Führung, die Gäste wähnten sich vor den letzten zehn Minuten aber in Schlagdistanz (63:60, 30.).

Angeführt von Kapitän David McCray, der aus der Ferndistanz einen Dreipunkterfolg einstreute, starteten die MHP RIESEN gut in den Schlussabschnitt. Da jedoch Rokas Giedraitis und Clint Chapman in zwei Angriffen zum Dunk einflogen, platzte Patrick der Kragen. Der US-Amerikaner beorderte seine Mannschaft zur Ansprache am Seitenrand. Fortan lief es für Ludwigsburg besser, zu einem Führungswechsel kam es aber nicht. Denn während der Ball bei den Gästen mehrfach vom Ring kullerte, kamen die Hausherren weiterhin zu sehenswerten Big Plays. Ludwigsburg kämpfte verbissen, blieb dran und machte die Partie wieder eng. Dennoch gelangen zu selten defensive Stops, sodass das Blatt nicht mehr gewendet werden konnte – und die MHP RIESEN sich nach aufopferungsvoller Leistung 80:86 geschlagen geben mussten.  

Trotz der siebten Niederlage konnte die Mannschaft aber zufrieden mit dem Gezeigten sein, denn nach mehreren enttäuschenden Leistungen kehrten Kampf und Leidenschaft ins Ludwigsburger Spiel zurück und sollen nun am kommenden Dienstag zum ersehnten Erfolgserlebnis führen.

Statements und Stats

John Patrick: „Erst einmal möchte ich Coach Aito und ALBA gratulieren. Am Ende war das ein verdienter Sieg. Wir haben gut angefangen, unseren Gameplan mit viel Ballbewegung und einem schnellen Offensiv-Spiel erfolgreich umgesetzt. Als das Spiel dann schneller wurde, hat das weniger gut funktioniert. Besonders in der zweiten Halbzeit haben wir mit 14 Turnovern und nur 5 Assists etwas nachgelassen. Aber: Wir haben gegen eine Top-Mannschaft gespielt und teilweise geführt. Am Ende haben wir nicht gut rotiert, zwei Alley-Oo-dunks für Chapman zugelassen. ALBA hat die Chance genutzt und unsere defensiven Probleme bestraft. Dennoch bin ich stolz, dass wir so hart gespielt haben. Ganz generell würde es uns jetzt helfen, wenn wir endlich wieder einen Sieg holen. Egal ob in der Liga oder der Champions League.“

Aito Garcia Reneses: „Es war ein sehr schwieriges Spiel und ein wichtiger Sieg für die Playoff-Qualifikation. Wir sind mit wenig Energie ins Spiel gestartet. Aufgrund dessen und wegen ihrer hohen Qualität haben die Ludwigsburger am Anfang viele Dreier getroffen. 31 Punkte in einem Viertel zu erzielen, ist eine sehr gute Leistung. Wir haben uns dann aber in der Defensive verbessert und mehr Energie ins Spiel gebracht.Vor allem unsere jüngsten Spieler haben uns dabei sehr geholfen. Ich hoffe nur, dass die Rippenverletzung von Peyton Siva nicht allzu schlimm ist.“

Für Berlin spielten: Rokas Giedraitis 14 Punkte, Luke Sikma 13/10 Rebounds, Clint Chapman 12, Martin Hermannnsson 12, Niels Giffey 10, Johannes Thiemann 8, Stefan Peno 4, Jonas Mattisseck 4, Kenneth Ogbe 4, Peyton Siva 3, Tim Schneider 2 und Franz Wagner.

Für Ludwigsburg spielten: Lamont Jones 13 Punkte, Malcolm Hill 12, Owen Klassen 11, Jordon Crawford 11, Trevor Mbakwe 8, Konstantin Klein 6, Karim Jallow 5, Adam Waleskowski 5, David McCray 3, Kelan Martin 3 und Christian von Fintel 3.

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