Foto: Johannes Roth
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14.04.17

81:78 Sieg nach Kraftakt gegen Bremerhaven

Ohne drei verletzte Spieler, aber mit ganz viel Herz haben die MHP RIESEN Ludwigsburg am Gründonnerstag einen wichtigen Heimsieg eingefahren. Gegen die Eisbären Bremerhaven gab es einen 81:78-Erfolg, durch den Ludwigsburg auf Platz 7 der Tabelle klettert.

Zu den bereits verletzten Tekele Cotton und Kelvin Martin gesellte sich aktuell Chad Toppert, der wegen Rückenproblemen nicht einsatzfähig war und das Spiel in „zivil“ verfolgen musste. Ohne die drei Akteure brachten die MHP RIESEN in einer recht zerfahrenen Partie eine kompakte Teamleistung mit kämpferischer Einstellung auf das Feld. Johannes Thiemann war mit zwölf Punkten, sieben Rebounds und einem Plus/Minus-Wert von +20 der beste Akteur des Abends. Rocky Trice, Brad Loesing und Jack Cooley markierten jeweils elf Punkte. Topscorer der Gäste aus Bremerhaven war Karvel Anderson, der 20 Punkte und sieben Rebounds sammelte.

Durch das 81:78 verbessern sich die Ludwigsburger auf den siebten Tabellenplatz (30:26 Punkte). Bremerhaven stand knapp vor dem ersten Sieg in Ludwigsburg seit Zugehörigkeit zur 1. Liga. „Irgendwie haben wir einen Weg gefunden zu gewinnen“, resümierte Headcoach John Patrick nach dem Match.

Patrick rotierte in der Startformation und schickte zu Beginn Cliff Hammonds, David McCray, Drew Crawford, Martin Breunig und Johannes Thiemann auf das Parkett der MHPArena. Es entwickelte sich eine ausgeglichene Anfangsphase, in der ein sehenswerter „Put-Back Dunk“ von Breunig den Höhepunkt markierte. 23:18 lagen die Gastgeber nach den ersten zehn Minuten vorne.

In einem recht zerfahrenen zweiten Spielabschnitt wechselte die Führung zunächst (25:26), ehe sich die MHP RIESEN wieder besser in Position bringen konnten – auch weil Rocky Trice drei Dreier einnetzte. Dennoch ging es beim ausgeglichenen Ergebnis von 42:42 in die Unterbrechung.

Auch nach der Pause blieb die Partie zerfahren. Bremerhaven konnte sich Mitte des dritten Viertels erstmalig auf sechs Punkte absetzen (30:36). Die Eisbären hatten nun endgültig Heißhunger auf den ersten Sieg in Ludwigsburg entwickelt. Nach 30 Minuten lagen die Gäste immer noch vorne, wenn auch knapp (59:60).

Im Schlussviertel wurde gegen DJ Kennedy auf sein 2. unsportliches Foul des Abends entschieden. Damit fehlte auch Kennedy in der „Crunchtime“. Eine ungünstige Ausgangslage, die sich beim Stand von 61:69 in ein Szenario einer drohenden Niederlage wandelte. Doch mit viel Moral und der Unterstützung der Zuschauer im Rücken, kämpften sich die MHP RIESEN doch nochmal zurück in das Spiel. Mit einem 9:0 Lauf zum 80:75 übernahmen sie kurz vor Schluss wieder die Führung. In einer nervenaufreibenden Schlussminute hatten die Eisbären noch die Chance zum Ausgleich, doch der Wurf zur möglichen Verlängerung fand nicht sein Ziel. Am Ende konnten die Barockstädter einen 81:78-Sieg bejubeln.

Viertelergebnisse aus Ludwigsburger Sicht: 23:18, 19:24, 17:18, 22:18

Punkte MHP RIESEN Ludwigsburg: Thiemann 12, Trice 11, Loesing 11, Cooley 11, Hammonds 10, Kennedy 9, Crawford 6, Breunig 6, McCray 5, Seric n.e.

Punkte Eisbären Bremerhaven: Anderson 20, Diggs 16, Aleksandrov 15, Hulls 9, Kamp 7, Austin 6, Elliott 3, Wendt 2, Brembly, Breitlauch, Schmitt n.e.

Schiedsrichter: Nesa Kovacevic, Jonas Reiter, Julian Groll

Zuschauer: 3.476

Teamstatistik MHP RIESEN Ludwigsburg: 43 % FG, 38 % 3P, 79 % FW,  12 Assists, 40 Rebounds, 8 Steals, 14 Turnover

Teamstatistik Eisbären Bremerhaven:  46 % FG,  25 % 3P,  80 % FW, 20 Assists, 32 Rebounds, 6 Steals, 16 Turnover

Die Stimmen zum Spiel:

John Patrick (Headcoach MHP RIESEN Ludwigsburg): Das war ein schwieriges Stück Arbeit für uns heute. Bremerhaven war sehr gut auf uns vorbereitet. Johannes Thiemann war unser MVP des Abends. Mit ihm auf dem Spielfeld waren wir 20 Punkte besser. Trotz der Verletzungen haben wir einen Weg gefunden dieses Spiel zu gewinnen. Ich bin stolz auf die Energieleistung mit einem 9:0 Lauf am Ende.

Sebastian Machowski (Headcoach Eisbären Bremerhaven): Glückwunsch an Ludwigsburg! Wir haben heute alles gegeben und waren bis zur letzten Sekunde im Spiel. Leider haben wir den letzten Wurf zum möglichen Ausgleich nicht mehr losgekriegt. Ludwigsburg hat im letzten Viertel alles richtig gemacht. Jetzt steht für uns das Spiel in Würzburg an, das wir gewinnen möchten.

Der Spielverlauf:

http://www.easycredit-bbl.de/de/n/spielberichte/2016-17/live/2017-04-13-lud-bre/#specialnavi=32