Foto: fotowolter.de
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09.02.14

Geglückter Auswärtscoup in Bonn

Der 20. Spieltag der Beko Basketball Bundesliga stand ganz im Zeichen einiger furioser Auswärtssiege. Dem standen die MHP RIESEN Ludwigsburg am Sonntagnachmittag in nichts nach. Nach überzeugendem Auftritt gewannen die Barockstädter mit 88:77 bei den favorisierten Telekom Baskets Bonn.

5.200 Zuschauer im Bonner Telekom Dome sahen eine mit viel Selbstbewusstsein auftrumpfende MHP RIESEN-Mannschaft, die sich auch von einem Fehlstart nicht aus der Ruhe bringen ließen. Eine immer stärker werdende Teamleistung mündete letztlich in einen elf Punkte Erfolg, der Ludwigsburg sogar den Sieg direkten Vergleich mit Bonn einbrachte (Hinspiel 73:79).

Angeführt von einem exzellent aufgelegten Shawn Huff (mit 21 Punkten Topscorer, 4/5 Dreier), landeten die Ludwigsburger den insgesamt elften Saisonsieg und verteidigten dadurch den achten Tabellenplatz. Mit 22:18 Punkten sind sie nunmehr punktgleich mit dem siebtplatzierten ratiopharm ulm.

Ludwigsburgs Patrick Flomo feierte erstmals seine Rückkehr an den Bonner Hardtberg. Mit Bonn hatte Flomo zweimal das Finale um die Deutsche Meisterschaft erreicht. Bei seinem ersten Auftritt in Bonn als Akteur eines Gastteams markierte Flomo sechs Punkte und blockte drei Würfe. Vor allem in der Schlussphase, als Center Gary McGhee bedingt durch sein 5. Foul fehlte, war Flomo zur Stelle und gab seinen RIESEN wichtige und produktive Minuten auf dem Feld. 50 Prozent Trefferquote aus der Dreierdistanz und ein Reboundvorteil von 40:30 waren die Schlüssel zum Auswärtscoup Ludwigsburgs. Zudem markierte Ludwigsburg starke 44 Punkte in der gegnerischen Zone.

Im ersten Viertel hatte es dabei ganz und gar nicht nach einem Ludwigsburger Erfolg ausgesehen. Bonn schaltete und waltete nach Belieben und führte zeitweilig mit 14 Zählern. Mit 13:22 lagen die MHP RIESEN nach dem ersten Abschnitt zurück.

Durchgang Nr. 2 brachte dann eine erhebliche Leistungssteigerung mit sich. Punkt um Punkt holten die Gäste auf. Das Spiel fand nun auf absoluter Augenhöhe statt, was auch der Halbzeitstand von 40:40 unterstrich.

Nach der Pause ging es munter hin und her. Ständige Führungswechsel kennzeichneten das Match im dritten Spielabschnitt. Bonn schaffte es eine 1-Punkte-Führung mit in die Schlussphase zu nehmen (66:65).

Diese stand jedoch ganz im Zeichen der MHP RIESEN Ludwigsburg. Mit Leidenschaft, aber auch mit viel Cleverneß zogen die RIESEN den Gastgebern davon. Bonn markierte nur elf weitere Zähler, während Ludwigsburg im Schlußviertel 23 Punkte auflegte. Am Ende war so ein verdienter 88:77 Erfolg der MHP RIESEN festzuhalten, der die mitgereisten Fans laut jubeln ließ.

Am kommenden Samstag (15. Februar, 19:30 Uhr) erwartet die MHP RIESEN  die nächste Aufgabe vor heimischer Kulisse. In der MHPArena gastiert dann medi bayreuth um Trainer Michael Koch.

 

Punkte MHP RIESEN Ludwigsburg: Huff 21, Grant 13, Waleskowski 9, Koch n.e., Harris 2, Flomo 6, Stojic 1, Stockton 17, Karl 11, Tomaszek, McGhee 8

Punkte Telekom Baskets Bonn: McCray 1, Looby 4, Veikalas 19, Brooks 7, Mangold, Jordan 17, Koch, Gaffney 17, Wachalski, McLean 12

 

Die Stimmen zum Spiel:

John Patrick (Headcoach MHP RIESEN Ludwigsburg): „Ich bin stolz auf die Mannschaft. Das Bonner Team war sehr gut auf uns vorbereitet. Wir haben sehr schlecht angefangen. Am Ende aber das Spiel gewonnen. Wir haben gut getroffen, sowohl von der Dreier- als auch Zweierdistanz mit je 50 Prozent Quote. Die Dreier waren der Schlüssel. Zudem haben wir die Rebounds kontrolliert. Wir wollten gegen ein Playoff-Team wie Bonn zeigen, dass wir mitspielen und am Ende auch gewinnen können.”

Mathias Fischer (Headcoach Telekom Baskets Bonn): „Zunächst Glückwunsch an Ludwigsburg und John Patrick. Es war ein verdienter Sieg. Ludwigsburg war gut auf uns vorbereitet. Für uns war es das dritte Spiel in acht Tagen. Es waren 2 taffe Spiele zuvor, in denen die Mannschaft viel investiert hat. Heute wollten wir gut ins Spiel starten. Das ist auch gelungen. Dann sind wir aber eingebrochen. Am Ende ging es nicht mehr. Wir müssen die Niederlage nun aus den Köpfen bekommen und die Zeit zum Regenerieren.“